Download Afrikanische Spiele by Ernst Jünger PDF

By Ernst Jünger

Der autobiographische Roman »Afrikanische Spiele« erzählt von Jüngers abenteuerlichem Ausflug als 16-Jähriger zur Fremdenlegion, kurz bevor der Erste Weltkrieg ausbrach.

Show description

Read Online or Download Afrikanische Spiele PDF

Similar classics books

At the Back of the North Wind (Tor Classics)

Tor Classics are affordably-priced versions designed to draw the younger reader. unique dynamic conceal paintings enthusiastically represents the buzz of every tale. applicable "reader pleasant" variety sizes were selected for every title--offering transparent, exact, and readable textual content. All versions are whole and unabridged, and have Introductions and Afterwords.

Afrikanische Spiele

Der autobiographische Roman »Afrikanische Spiele« erzählt von Jüngers abenteuerlichem Ausflug als 16-Jähriger zur Fremdenlegion, kurz bevor der Erste Weltkrieg ausbrach.

Extra info for Afrikanische Spiele

Sample text

Unser Korporal, der sich in diesem Trubel recht zu Hause zu fühlen schien und der sich mit der Gemütlichkeit bewegte, die man überall wiederfindet, wo es Soldaten und Dienstwege gibt, zog es vor, einen Abstecher in ein dunkles Viertel zu machen, dessen Gassen wie schwarze Schläuche in das Hafenbecken mündeten. Mit ortskundiger ~ 59 ~ Sicherheit bog er in die engste von ihnen ein, in deren Eingang ein riesiger Neger stand, kohlschwarz wie die Mohren der Märchenbücher und in eine himmelblaue, mit leuchtend gelben Arabesken bestickte Uniform gehüllt.

Die Bewirtung war trefflich, und nach mancherlei gastronomischen Vorbereitungen fühlte ich mich im Besitz einer genügenden Kaltblütigkeit, um ohne Reisepaß über die Grenze zu gehen. Nicht nur die Schneider machen Leute, sondern auch die Gastwirte, und nach einem üppigen Mahl betritt man die Straße mit einem besonderen Gefühl der Sicherheit. Das Abteil war fast leer; in seinen Polstern saßen nur eine alte Dame in schwarzem Seidenkleide und ein junger Offizier, der eine mit roten und blauen Zeichen bedeckte Karte betrachtete.

Um solche trefflichen Bemerkungen war er nie verlegen; er hatte sich freilich unter seinen vielen Beschäftigungen, wie ich später erfuhr, auch einmal mit dem Verkauf von gedruckten Horoskopen auf den Wochenmärkten befaßt. Überhaupt langweilte man sich nicht mit ihm. Der Ort, an den uns der Zufall verschlagen hatte, schien nur aus dem Bahnhof und einigen verstreuten Gutshöfen zu bestehen. Wir schlenderten erst eine Weile durch die regenfeuchten Wiesen und setzten uns dann in den erwärmten Wartesaal.

Download PDF sample

Rated 4.30 of 5 – based on 48 votes

About admin